Kennst Du das auch? Diese Nächte...
Man kommt nach Hause. Spät nachts. Meistens vom Feiern. Den ganzen Abend in (schlechter) Gesellschaft verbracht und dann ist man plötzlich mit sich allein. Die beste Gesellschaft, die man jetzt haben kann. Allein mit sich und seinen Gedanken. Das Positive ist, man ist noch nicht müde. Das Negative ist, man weiß nicht, was mit sich anfangen.
Ich möchte dann immer so gerne produktiv sein... Die nächtliche Stunde nutzen. Das Wachsein genießen. Etwas Sinnvolles tun.
Lesen. Schreiben.
Dann kommt meine nicht vorhandene Entscheidungsfreudigkeit hinzu. Meine Gedanken kreisen und eigentlich wäre das der beste Zeitpunkt, um sich hinzusetzen und alles zu Papier zu bringen. Doch mindestens genauso verlockend ist die Vorstellung ein Buch in die Hand zu nehmen. Die Gedanken Gedanken sein lassen und sich auf die Worte anderer Menschen konzentrieren. Aber hier beginnt das Problem. Konzentrieren ist nicht möglich. Die Gedanken kreisen eben zu schnell, um sich vollends auf eine Geschichte einzulassen.
In diesen Nächten verkrieche ich mich dann meistens doch ins Bett.
Ohne Buch. Ohne Bleistift.
Dafür mit iPhone. Und tue das, was sinnloser nicht sein könnte: Sämtliche Social Networks durchforsten. Menschen hinterher stalken. Müde werde ich dadurch auch nicht, aber es nimmt mir eine Entscheidung ab: Lesen oder schreiben. Eigene oder fremde Worte. Trotzdem sind es diese Nächte, in denen ich am meisten von mir selbst enttäuscht bin.
Heute Nacht nicht. Denn ich habe es geschafft... Eigene Worte. Hier, in Form eines Blogposts. Ein wenig Stolz. Ein klein bisschen Hoffnung.
Und ein Bild von meinem ersten Versuch an meiner Schreibmaschine...
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| 27. Mai 2015 |
Gute Nacht.

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