Donnerstag, 28. Januar 2016

Neuzugänge Januar 2016

Wahrscheinlich kennt jeder Buchliebhaber dieses Gefühl. Diese Mischung aus schlechtem Gewissen und Suchtbefriedigung. Zwischen unendlicher Freude und Niedergeschlagenheit. 

Natürlich geht es hier  um den Buchkauf und natürlich hat da jeder Leser seine eigene Meinung dazu. 

Bei mir ist es so, dass ich angesichts meines riesigen SUBs (anschauen - hier klicken) mir schon sehr lange vorgenommen habe, weniger zu kaufen. Immerhin tut das meinem Geldbeutel gut und ganz bestimmt auch meinem Bücherregal, denn das platzt aus allen Nähten. Und leider ist für ein weiteres kein Platz in meinem Zimmer. 
Mein SUB ist zu groß, mein jährliches Lese-Pensum zu klein. Allein die Bücher, die mir bereits gehören, würden reichen, um mindestens die nächsten zwei Jahre nicht auf dem Trockenen zu sitzen. Und da rechne ich nicht einmal all die Leseexemplare ein, die hier noch aus der Zeit meiner Ausbildung herumstehen. Irgendwie traurig. Aber irgendwie auch ziemlich befriedigend. Denn mir persönlich ist eine große Auswahl wichtig. Für jede Stimmung und jede Leselust. 

Aber gleichzeitig machen mir die vielen Bücher auch Angst. Denn zusammen mit der Anzahl der ungelesenen Bücher in meinem Regal, steigt auch der Zweifel, ob ich all diese Bücher jemals lesen werde. Vielleicht habe ich sie ja nur gekauft um des Besitzens willen. Als Zierde. Um Belesen zu wirken. Oder einfach nur, weil ich eine gewisse "Sucht" befriedigen möchte. Andere essen Schokolade oder kaufen Schuhe, mich machen eben Bücher glücklich. Allein sie anzuschauen, sie in der Hand zu halten oder nur von ihnen zu reden, macht mein Leben eben schöner. 

Trotzdem muss damit jetzt langsam Schluss sein. Auch wenn ich wirklich nicht diejenige bin, die Buchhandlungen durchkämmt und nur neue Bücher kauft. Der Großteil meiner Bücher stammt von Bücherflohmärkten und war nicht teurer als zwei vielleicht drei Euro. Aber um des Ganzen wieder Herr zu werden, habe ich beschlossen, dass der Januar der letzte Monat war, in dem ich mir solch einen Stapel an Büchern zugelegt habe. Im Februar ist noch ein Bücherflohmarkt, den ich besuchen möchte, aber das wird dann auch die Ausnahme bleiben. 

Jetzt möchte ich meine Neuzugänge aus dem Januar doch zeigen. Als kleines Mahnmal für mich selbst. Zur Abschreckung. Um mich ein wenig vor mir selbst zu schämen. 


(Von oben nach unten)
  • Jurek Becker - "Bronsteins Kinder"
  • John Irving - "Das Hotel New Hampshire" 
  • Anna Seghers - "Das siebte Kreuz"
  • Sascha Michel (Hrsg.) - "Mein Klassiker"
  • Ismail Kadare - "Der zerrissene April"
  • Arno Geiger - "Es geht uns gut"
  • Jonathan Safran Foer - "Tiere Essen"
  • Rebecca Hunt - "Mr. Chartwell"
  • Stephen King - "Shining" 
  • Ella Berthoud & Susan Elderkin - "Die Romantherapie"

Diese Bücher habe ich sowohl an meinem Arbeitsplatz (einer Buchhandlung, und ja das ist Folter), als auch über Medimops erworben. Das heißt es ist eine Zusammenstellung aus neuen und gebrauchten Büchern. Aus Büchern, die schon lange auf meiner Wunschliste waren und Büchern, die eher spontan gekauft wurden, dank dem Buch, auf dem alle anderen thronen. 

Wenn man bedenkt, dass der letzte Kauf schon bald wieder zwei Wochen zurückliegt und ich seitdem erst eines dieser Bücher gelesen habe, möchte ich gerne im Erdboden versinken. Aber immerhin hat sich dieser Roman von vorne bis hinten gelohnt, vor allem zu diesem günstigen Medimops-Preis. Deshalb würde ich mich freuen, wenn du auch meine Rezension zu Mr. Chartwell (hier klicken)  lesen möchtest. 
Und wenn man dann noch beachtet, dass Die Romantherapie kein Buch ist, das man von vorne bis hinten durchliest, sondern in dem man eher schmökert. Dann behaupte ich jetzt einfach mal rundheraus, dass ich eigentlich zwei der Schätzchen bereits gelesen habe. 

Darin gibt es übrigens einen Therapieansatz für Leseleiden: Buchkäufe, zwanghafte. Klingt spannend. Und vielleicht versuche ich das mal und schreibe einen Post dazu. Aber leider ist diese Therapie nur bedingt zur SUB-Minimierung geeignet. 

Ich beende diesen Post jetzt hier. In freudiger Erwartung des Februars und all der Bücher, die er (aus meinem Regal) mit sich bringen wird. 

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