"Sie sehnte sich nach einer lauten, emotionalen Trennung, bei der die Fetzen flogen, Türen knallten, Tränen flossen, Vorwürfe an der Tagesordnung waren und vielleicht das ein oder andere Schimpfwort fiel. Solch eine Trennung hätte etwas Reales, Greifbares. Der Schlussstrich wäre die endgültige Grenzziehung zwischen den beiden Kriegsfronten. Ein Zurück wäre keine Option, da das Kriegsende mit einer Atombombe besiegelt worden wäre.
All dies wurde ihr verwehrt. Er hatte sich durch die Hintertür aus ihrem Leben geschlichen. War gegangen mit Erklärungen, die selbst ihre Vernunft gelten ließ. Mehr hatte sie auch nicht von ihm erwarten können: Wie sollte man einen Kampf führen, wenn es nie eine Schlacht zu gewinnen gab? Wie konnte sie eine Trennung verlangen, wenn es nie eine Beziehung zum Beenden gegeben hatte?"
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|| Dienstag, 12. Mai 2015
Ich kann das genaue Datum, wann ich diesen Text verfasst habe, nicht mehr feststellen. Nach Eingrenzung durch meinen Instagram-Post und vorangegangene Texte, ist dies das wahrscheinlichste Datum.
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